Nährwertkennzeichnung

MRI präsentiert eigenes Modell


Der Entwurf der Wissenschaft kombiniert die Vorteile mehrerer bestehender Systeme.
Bild: MRI
Der Entwurf der Wissenschaft kombiniert die Vorteile mehrerer bestehender Systeme.

Die Ressortforschung des bundes bringt ein eigenes Modell zur Nährwertkennzeichnung ins Spiel. Es soll die Verbindung zwischen dem schaffen, was "bisher schon an Gutem und Vorteilhaftem vorhanden ist".

Der Entwurf des Karlsruher Max Rubner-Instituts (MRI) orientiert sich am bestehenden Bio-Siegel des Bundesernährungsministeriums (BMEL) und greift die sechseckige Darstellung auf. Abgeleitet ist sie vom „Ring“ der Strukturformel organischer Verbindungen. Mittels einer Fünf-Sterne-Bewertung (bekannt von Hotelbewertungen) und der farblichen Ausgestaltung in Petrol erlaubt das Modell dem interessierten Verbraucher eine grobe Bewertung der ernährungsphysiologischen Eigenschaften eines Lebensmittels. Vereinfacht gesagt: Je günstiger die Gesamtbewertung, desto mehr Sterne und dazugehörige Felder werden ausgefüllt.

Farblich hervorgehoben wird das Feld für einen Nährstoff nur dann, wenn dieser unterhalb der Grenzwerte aus der Health-Claims-Verordnung liegt. Damit verzichtet das so genannte "NWK-Modell" auf eine Bewertung bzw. Warnung mittels Ampelfarben. Die Verwendung des NWK-Modells wäre gemäß LMIV für die Unternehmen freiwillig.

Das MRI unterstreicht das wissenschaftliche Fundament seines Vorschlags zur Kennzeichnung auf der Packungsvorderseite. Die Beurteilung der Nährstoffzusammensetzung fuße wie der Nutri-Score auf dem Nutrient Profiling Score der Food Standards Agency in Großbritannien. Der verwendete Algorithmus kann und soll in Zukunft weiter optimiert werden, kündigt das MRI bereits an. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte am vergangenen Wochenende signalisiert, in die Diskussion um die geeignete Nähwertkennzeichnung auch die Meinung des Volkes einzuholen. Im Sommer soll eine Verbraucher-Befragung starten, die verschiedene Modelle mit einbezieht, darunter auch den Nutri-Score und das heute vorgestellte NWK-Modell des MRI.

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