Negativpreis

Rukwied freut sich über Dinosaurier


Der Nabu verleiht den „Dinosaurier des Jahres“ in diesem Jahr an Joachim Rukwied. Der DBV-Präsident fühlt sich wider erwarten geehrt.

Die Naturschutzorganisation Nabu sieht im Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DVB) einen „Blockierer und Strippenzieher zulasten der Umwelt“ und verleiht Joachim Rukwied deshalb in diesem Jahr den Negativpreis „Dinosaurier des Jahres“. Rukwied streite die Verantwortung der Landwirtschaft für das Artensterben ab und verteidige beharrlich ein Milliarden Euro teures Subventionssystem, das zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht, begründete der Nabu seine Entscheidung.

Rukwied reagiert auf die Kritik gelassen. Der Nabu habe mit seinem alljährlichen Ritual bereits eine Reihe verdienter Persönlichkeiten ausgezeichnet, stellte der DBV-Präsident fest. „Ich freue mich über diesen ‚Preis´, unter anderem deshalb, weil er von vielen Berufskollegen und Mitgliedern als Auszeichnung verstanden wird", kommentierte Rukwied die Entscheidung des Nabu. Die Landwirte jedenfalls stünden zu ihrer Verantwortung für Umwelt und Artenvielfalt. "Als DBV entwickeln wir praxistaugliche Lösungen in einer Reihe von Projekten“, stellt der DBV-Präsident fest.


Der Nabu vergibt den Negativpreis seit 1993. Zu den bisherigen Empfängern gehören unter anderem Werner Baumann (2016 als Vorstandsvorsitzender der Bayer AG). Ilse Aigner (2012 als Bundeslandwirtschaftsministerin), Jürgen Großmann (2010 als RWE-Vorstandsvorsitzender) und Rukwieds Vorgänger an der Spitze des DBV Gerd Sonnleitner (2001).

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