Neoncotinoide

BVL wird bald die Rübenbeizen verbieten

Nach dem EU-Verbot von allen Freilandanwendungen der Neonicotinoide sind die nationalen Behörden am Zug. Sie müssen die Mittel aus dem Verkehr ziehen.

 

In Brüssel ist das Verbot der Neonicotinoide im Freiland beschlossene Sache. Der zuständige Ausschuss  hat am Freitag einem Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt, die Verwendung der drei Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam im Pflanzenschutz bis auf wenige Anwendungen im Gewächshaus zu verbieten.

Besonders schmerzhaft für Landwirte ist das Aus für Rübenbeizen mit dieser Wirkstoffgruppe, die bislang noch erlaubt waren. Nach Informationen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sind in Deutschland aktuell 14 Pflanzenschutzmittel mit den Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zugelassen. Neun davon sind Mittel zur Behandlung von Zuckerrüben- und Futterrübensaatgut.

Sobald das jetzt beschlossene Freilandverbot für die drei Wirkstoffe im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht ist und 20 Tage später in Kraft tritt, müssen die EU-Mitgliedstaaten die Zulassungen für die betroffenen Beizmittel beenden. Dazu haben sie drei Monate Zeit. Aufbrauchfristen wird es aber wohl nicht geben, denn es ist der politische Wille, das Verbot ab 2019 umzusetzen.  Ein ähnlicher Fall lag 2013 vor, als Beizmittel, die Neonicotinoide enthalten, für Raps verboten wurden. Damals wurden in einem ersten Schritt die Beizmittel für die Anwendung und anschließend in einem zweiten Schritt die Aussaat des gebeizten Saatgutes verboten.

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