Neonicotinoide

Efsa bestätigt Bienengefahr

Bienen, hier ein Exemplar im Anflug auf eine Rapsblüte, könnten bald einen besseren Schutz erfahren.
Foto: Johannes Kolhoff
Bienen, hier ein Exemplar im Anflug auf eine Rapsblüte, könnten bald einen besseren Schutz erfahren.

Neonicotinoide schädigen Wild- und Honigbienen. Zu diesem Ergebnis kommt die Efsa und bestätigt damit ein Gutachten aus dem Jahr 2013. Das geplante Totalverbot von Neonicotinoiden rückt näher.

„Die meisten Verwendungen von Neonicotinoiden bedeuten ein Risiko für Bienen“, teilt die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa) in Parma mit. Untersucht wurden die Auswirkungen von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam auf Wild- und Honigbienen. Wie im vorangegangenen Gutachten wurden Pollen, Staub und Wasser als mögliche Übertragungswege der Neonicotinoide in den Magen der Insekten untersucht. Nachdem die Efsa ihr Gutachten zur Bienengefahr der Insektizide aktualisiert hat, ist eine Ausweitung des bestehenden Verbots für Neonicotinoide wahrscheinlich. Die EU-Mitgliedstaaten hatten schon im Dezember 2017 darüber gesprochen, wollten aber noch das für Februar angekündigte neue Efsa-Gutachten abwarten. Betroffen vom Totalverbot im Freiland wären vor allem Rübensaatgut und Pflanzkartoffeln. Bisher verboten sind bereits Raps- und Maisbeizen.
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