Neonicotinoide

EU-Kommission will bald über Verbot abstimmen

Über ein vollständiges Verbot von Neonicotinoiden im Freiland will die EU-Kommission die EU-Mitgliedstaaten am 27. April abstimmen lassen. Ausnahmen soll es nicht geben.

Das gibt ein Mitarbeiter der EU-Kommission im Umweltausschuss des Europaparlaments bekannt. Ausnahmen für Rübensaatgut soll es nicht geben, erklärte Klaus Berend, zuständig für Pflanzenschutzmittel in der Generaldirektion Gesundheit der EU-Kommission. Vor allem die Rübenanbauer hatten bei der EU-Kommission um eine Ausnahme gebeten. Auch wenn die Beize zunächst im Boden bleibe, könnten die Bienen über die Blüten von Folgekulturen mit den Neonicotinoiden in Berührung kommen, argumentierte Berend. Deshalb soll das Verbot für alle Kulturen im Freiland für Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam gelten.

Lediglich die Verwendung von Neonicotinoiden in Gewächshäusern will die EU-Kommission weiterhin zulassen. Die EU-Mitgliedstaaten hätten sich mehrheitlich noch nicht klar zum Totalverbot für Neonicotinoide geäußert. Der Ausgang der Abstimmung im PAFF-Ausschuss am 27. April sei deshalb ungewiss, führte Berend aus. Die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa) und bestätigt kürzlich, dass die meisten Verwendungen von Neonicotinoiden ein Risiko für Bienen bedeuten. Betroffen vom Totalverbot im Freiland wären vor allem Rübensaatgut und Pflanzkartoffeln. Bisher sind Raps- und Maisbeizen verboten.

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