Neonikotinoide

Anbauer in Frankreich kritisieren Verbot


Ab dem 1. September 2018 dürfen in Frankreich keine Neonikotinoide mehr verwendet werden. Die Rüben- und Maiserzeuger kritisieren die Entscheidung und sehen sich im Wettbewerbsnachteil gegenüber ihren Nachbarn.

„Frankreich ist das erste Land in der EU, das alle Neonikotinoide verbietet, um die Bestäuber zu retten“, meldete Präsident Emmanuel Macron auf Twitter. In Frankreich wurde ein Verbot schon 2016 beschlossen und tritt jetzt in Kraft. Allerdings soll es in Einzelfällen Ausnahmen geben.

Diese Ausnahmen sorgen jetzt für Kontroversen in Frankreich. Umweltverbände sehen darin eine Verwässerung des Verbots. Die französischen Rüben- und Maiserzeuger fühlen sich allein gelassen. Entgegen den Behauptungen der Regierung, gebe es für Saatgutbeizungen mit Neonikotinoiden noch keine ausreichenden Alternativen, beklagt der französische Bauernverband FNSEA. Um die Landwirte nicht in Schwierigkeiten zu bringen, müsse aber erst Ersatz geschaffen werden - erst dann dürfe es Verbote geben, klagt der Bauernverband ein. Doch nachdem pünktlich zu seinem Inkrafttreten schon der Präsident das Verbot als Erfolg herausstellt, sieht es kaum nach großzügigen Ausnahmen aus. In anderen EU-Mitgliedstaaten sind die Landwirte erst im kommenden Jahr vom EU-weiten Verbot von Neonikotinoiden betroffen.

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