Neubesetzung

Polens Agrarminister am Start


Jan Krzysztof Ardanowski hat sein Amt angetreten.
Foto: Büro des Präsidenten
Jan Krzysztof Ardanowski hat sein Amt angetreten.

Jan Krzysztof Ardanowski ist als Agrarminister in Polen vereidigt worden. Zu seinen ersten Amtshandlungen werden Dürrehilfen gehören. Brennend ist jedoch auch das Thema Schweinepest.

Polens Präsident Andrzej Duda wies bei der Vereidigung in dieser Woche auf die große Verantwortung hin, die Ardanowski übernehme. Die Landwirtschaft sei in Polen „extrem wichtig“, so Duda. Er begründete die Entscheidung für Ardanowski als neuen Agrarminister mit seinem breiten fachlichen Hintergrund in der Landwirtschaft.

Auf Ardanowski kommen zahlreiche Herausforderungen zu. Auf EU-Ebene stehen die Verhandlungen zur GAP 2020 an. Hier hat sich der neue Agrarminister in seiner bisherigen Arbeit im Agrarausschuss des Sejm wiederholt für eine Angleichung der Direktzahlungen in der EU ausgesprochen, berichtet das Internetportal Farmer.pl. Für polnische Landwirte bedeutet dies, dass die Subventionen aus Brüssel steigen würden. Außerdem plädiert Ardanowski für einen verstärkten Anbau von Eiweißpflanzen in Polen, um Importe von gentechnisch verändertem Soja zurückzudrängen. Weitere Themen sind der landwirtschaftlichen Strukturwandel in Polen, die Regulierung des Bodenmarktes oder der bessere Zugang zu Märkten.

Aktuell wird der neue Agrarminister aber wohl vor allem daran gemessen, ob er in der Lage ist, endlich der grassierenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polen Herr zu werden. Sein Vorgänger Krzysztof Jurgiel ist an dieser Aufgabe gescheitert.



Außerdem bereitet Ardanowski Dürrehilfen vor. Hierfür müssen jedoch in jeder einzelnen Gemeinde die Schäden geschätzt werden. Der neue Agrarminister appellierte an die Gemeindeverwaltungen, entsprechende Kommissionen einzurichten und mit der Arbeit zu beginnen, berichtet die Polnische Presseagentur (PAP).

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats