Glyphosatrückstände in Lebensmitteln sind kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher. Das urteilen die Schweizer und sehen für ihr Land keinen Handlungsbedarf. 

Rückstände des Herbizidwirkstoffs Glyphosat in Lebensmitteln stellen kein Krebsrisiko dar; aus gesundheitlicher Sicht bestehe somit kein Handlungsbedarf. Zu dieser Einschätzung kam in der vergangenen Woche die Schweizer Regierung - der Bundesrat - in einem Bericht. Der Bundesrat sehe daher aus gesundheitlicher Sicht keinen Handlungsbedarf, berichtet AgE. Für den Bericht war laut dem Nachrichtendienst vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) eine Studie durchgeführt worden, für die 243 Lebensmittelproben aus dem heimischen Einzelhandel gezogen wurden, in erster Linie Getreideprodukte und Hülsenfrüchte.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, waren 60 Prozent dieser Lebensmittelproben glyphosatfrei. Die restlichen Proben hätten nur sehr geringe Konzentrationen aufgewiesen, die alle weit unter den geltenden Rückstandshöchstgehalten gelegen hätten und daher gesundheitlich unbedenklich seien. Erst beim täglichen Konsum von beispielsweise 72 kg Teigwaren, 655 kg Brot, 10 kg Kichererbsen oder 1 600 l Wein pro Kopf wäre mit gesundheitsschädigenden Folgen durch diese Glyphosatrückstände zu rechnen.

Totalherbizid bei der Eidgenossen
In der Schweiz ist Glyphosat - wie auch weltweit - das am häufigsten verwendete Pflanzenschutzmittel. Aktuell sind in dem Alpenland rund 70 Glyphosat-Produkte zugelassen.

Die Regierung wies laut AgE darauf hin, dass in der Schweiz die Behandlung mit Glyphosat kurz vor der Ernte nicht erlaubt sei. Wie erwartet seien daher heimische Produkte weniger belastet gewesen. Laut der Studie seien insbesondere die gemessenen Werte für Getreideprodukte wie Teigwaren aus Hartweizen, der vorwiegend importiert werde, und Hülsenfrüchte-Produkte erhöht gewesen. Allerdings hätten sich auch diese Rückstände unter den geltenden Höchstgehalten bewegt.

 

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