Neue Richtlinie

VDI will Stall-Luft verbessern


Eine neue Richtlinie zeigt, wie Landwirte Emissionen verringern können. Ziel ist die Schonung von Mensch, Nutztier und Nachbarschaft.

Die Luftqualität kann bei Tieren und den dort arbeitenden Menschen zu Atemwegserkrankungen führen. Auch kann es zu Anwohnerbeschwerden im Umfeld von Stallungen kommen, erklärt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft hat nun ihre Richtlinien überarbeitet, um die Emissionen zu mindern.

VDI 4255 Blatt 2 beschreibt Bioaerosolquellen und mögliche Minderungsmaßnahmen in der Landwirtschaft.  Die Richtlinie bezieht sich insbesondere auf immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Tierhaltungsanlagen im Sinne der 4. BImSchV. Weitere Komponenten wie Ammoniak, Gerüche und Staub behandelt die Richtlinie VDI 3894 Blatt 1 „Emissionen und Immissionen aus Tierhaltungsanlagen - Haltungsverfahren und Emissionen - Schweine, Rinder, Geflügel, Pferde“.

Vor allem Huhn und Schwein betroffen

In der Landwirtschaft gilt die Nutztierhaltung als der größte Emittent partikulärer Emissionen. Diese Emissionen treten vor allem bei Geflügel und Schweinen auf, weniger bei Rindern, erklärt die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL)

Die Publikation gibt es ab Dezember 2017 für EUR 84,50 beim Beuth Verlag. Zielgruppe sind Tierhalter, Gutachter, Sachverständige, Behördenvertreter, Anlagenbauer und Wissenschaftler.

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