Neue Züchtungsmethoden

Mühlen plädieren für Offenheit


Politik und Gesellschaft sollten sich für neue Technologien aufgeschlossen zeigen, appelliert der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS). Notwendig sei eine breite gesellschaftliche Debatte.

"Die Unternehmen der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft benötigen Sortenvielfalt, um dem Klimawandel und den Herausforderungen der Düngeverordnung begegnen zu können", so der Sprecher des VGMS-Präsidiums, Dr. Stefan Geiser, heute in Berlin. Anlässlich eines Pressegesprächs des Dachverbands verwies er auf die große Bedeutung der mittelständischen Pflanzenzuchtunternehmen.  Sie seien für die weiterverarbeitende Wertschöpfungskette in Europa unentbehrlich. Züchtung sollte auch in Zukunft von klein- und mittelständischen Unternehmen geprägt sein und nicht von internationalen Konzernen, betonte er.

Gerade in Deutschland spielten nach Geiser's Aussage Sortenvielfalt und regionale, klimatisch angepasste Sorten eine große Rolle. Neue Züchtungsverfahren könnten dazu beitragen, schneller, zielgerichteter und kontrollierter Pflanzen mit höherer Krankheitsresistenz, besserer Toleranz gegenüber widrigen Umwelteinflüssen oder besserer Stickstoffverwertung zu züchten. Daher fordere der VGMS eine breite gesellschaftliche Debatte zu Chancen und Risiken moderner Züchtungsmethoden. Von der Politik sei zu erwarten, einen wissenschaftschaftsbasierten Weg vorzuzeichnen.


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