Neunmonatszahlen

Bunge schreibt schwarze Zahlen


Das Ölmühlengeschäft und der Sojahandel von Bunge laufen rund. Die Gewinne des globalen Agrarkonzerns sind jetzt höher als im schwachen Vorjahr.

Nach drei Quartalen mit Verlusten kehrt die Bunge Ltd., White Plains, zurück in die Gewinnzone. Das dritte Quartal 2018 war so ertragreich, dass sich der Nettogewinn von Januar bis September 2018 jetzt auf 332 Mio. US-$ beläuft. Im gleichen Vorjahreszeitraum sind das 51 Prozent mehr.

Der Umsatz ist aktuellen Neunmonatszeitraum mit 34,2 Mrd. US-$ etwa so hoch wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Kräftig gestiegen ist aber die operative Marge. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen liegt mit 775 Mio. US-$ um 84 Prozent höher als von Januar bis September 2017. Deswegen kann Bunge die Wertberichtigungen von 108 Mio. US-$ im aktuellen Dreimonatszeitraum wegstecken.

Brasilien bereitet Freude

Bunge-CEO Soren Schroder zeigte sich bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen am Mittwoch hoch zufrieden. Denn einige Verluste im ersten Halbjahr waren auf Hedgegeschäfte zurückzuführen, die sich jetzt ausgezahlt haben. Bunge habe sich im zweiten Quartal für seine Ölmühlen Schlaglöhne auf einem Mehrjahreshoch gesichert. Auch im vierten Quartal soll die Ölsaatenverarbeitung hohe Margen abwerfen, stellte Schroder in Aussicht. Die Sojabohnenerfassung in Brasilien bereitet dem Bunge-Chef ebenfalls Freude. Das Unternehmen profitiert dort außerdem von der hohen chinesischen Nachfrage nach brasilianischen Bohnen.

Nach wie vor in der Kreide stehen die brasilianischen Zuckerrohrmühlen. Im gesamten Komplex Zucker und Bioenergie rechnet Schroder im Gesamtjahr 2018 mit einem operativen Verlust zwischen 20 und 40 Mio. US-$.
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Bunge Brasilien

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