Neuseeland

Farmer fürchten Umweltauflagen


Durch die gesetzlichen Auflagen steigen die Produktionskosten.
Imago Images / Westend61
Durch die gesetzlichen Auflagen steigen die Produktionskosten.

Nicht nur in Deutschland kämpfen die Landwirte mit steigenden Anforderungen und strengeren Gesetzen. Auch in Neuseeland wird der Ruf nach mehr Umweltschutz lauter.

Nach den Boomjahren 2000 bis 2008 stagnieren die Preise für Farmland in Neuseeland seit fast zehn Jahren. Ein Bericht der Rabobank über die Entwicklung der Weideflächen in den nächsten fünf Jahren analysiert auch tiefgreifende Veränderungen, vor denen der Sektor steht. Erwartet wird, dass sich das Wachstum der Milchproduktion stabilisiert und sich die Erzeugerpreise für Milch leicht abschwächen. Dennoch sollen sich diese über dem Zehnjahresdurchschnitt einpendeln. Die Produktionskosten werden allerdings steigen. Als einen wichtigen Treiber sieht die Rabobank höhere Umweltauflagen.

So werden in Neuseeland strengere Umweltgesetze gefordert. Ein Ziel ist dabei, die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Dies könnte beispielsweise durch Abgaben auf Emissionen geschehen. Daneben gibt es Vorschläge für die Reinhaltung der Gewässer und den Erhalt der Artenvielfalt. Gleichzeitig soll das Kreislaufwirtschaftsgesetz überarbeitet werden. Sollten diese Projekte umgesetzt werden, würde das die Produktionskosten erhöhen und die Möglichkeiten zur Ausweitung der Produktion beschränken, schlussfolgert die Rabobank.

In diesem Jahr finden in Neuseeland Parlamentswahlen statt, bei denen auch über die künftige Umweltpolitik entschieden wird. Die Unsicherheit über die politischen Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren schrecke Investoren ab. Auch ausländisches Kapital fließe dadurch langsamer ins Land. Die Analysten von Rabobank erwarten dshalb für die nächsten fünf Jahre schwächere Preise für landwirtschaftliche Flächen. Nur Regionen mit großer Flächenkonkurrenz könnten sich diesem Trend etwas entziehen.

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