Neuseeland

Parlament für Handelsgespräche

Die EU strebt ein Freihandelsabkommen mit Neuseeland an. Die Abgeordneten des Europaparlaments begrüßen das, machen allerdings auch auf den notwenigen Schutz im Agrarsektor aufmerksam.

Zu Beginn des kommenden Jahres sollen die Verhandlungen zwischen der EU und Neuseeland starten. In einer Aussprache im Plenum des EP betonten viele Angeordnete die gleichen Werte der beiden Partner, obwohl sie geografisch so weit auseinanderliegen. Sensible Agrarprodukte müssten berücksichtigt werden, stellte das EP in seiner Erklärung zum Freihandelsabkommen klar.

Schaffleisch, Rindfleisch und Molkereiprodukte müssten in der EU geschützt werden, erklärte auch EU-Agrarkommissar Phil Hogan in der Debatte. Das habe man den Neuseeländern bereits deutlich gemacht, beteuerte Hogan den Abgeordneten in der Plenumsdebatte. Bei Käse und einigen alkoholhaltigen Getränken verbesserten sich dagegen die Absatzmöglichkeiten für europäische Erzeugern durch ein Abkommen, weshalb es darauf ankomme, den Schutz von geografischen Herkunftsbezeichnungen (GI) durchzusetzen. „Ein Freihandelsabkommen bietet dem EU-Agrarsektor zahlreiche Chancen“, hob der Abgeordnete James Nicholson von den britischen Konservativen hervor, der im EP-Landwirtschaftsausschuss der Berichterstatter für Neuseeland sein wird. Auch die Grünen brachten deutlich weniger Kritik vor, als noch zum Ceta-Abkommen mit Kanada.      

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