Niederlande

Auflagen vergraulen die Schweinehalter


Die Rabobank rechnet damit, dass in den Niederlanden bis zum Jahr 2030 mehr als zwei Drittel der Schweinehalter aufgeben werden. Auch die Zahl der Tiere werde sinken.

In 12 Jahren könnte es in den Niederlanden nur noch 1000 Schweinehalter geben. Bis zum Jahr 2030 würden damit rund 2500 Landwirte aus der Schweineproduktion aussteigen, so die Rabobank in einer aktuellen Studie zur Zukunft des Sektors. Der Strukturwandel in der niederländischen Schweinehaltung würde sich damit beschleunigen. In der Vergangenheit halbierte sich die Zahl der Betriebe alle zehn Jahre. Derzeit werden 4300 Betriebe von 3500 Unternehmern geleitet. Weil es immer schwieriger wird, Betriebe zu erweitern und die Regierung Produktionsquoten aufkauft, werde der bisherige Schweinebestand von 12,4 Mio. Tieren schrumpfen. Dies wirke sich auch auf die jährliche Produktion aus, die sich um 1,8 Millionen Ferkel und eine Million Mastscheine verringern könnte.

Hauptgrund für die geringere Zahl der Betriebe und der Tiere seien die immer strengeren Auflagen durch die Regierung, so die Analysten der Bank. Die höheren Anforderungen könnten nicht an allen Standorten erfüllt werden. Notwendige Investitionen würden sich nur in größeren Beständen rechnen, was kleinere Betriebe zur Aufgabe zwinge. Als weiteren Grund für den beschleunigten Strukturwandel sieht die Bank das Alter vieler Betriebsleiter. Zwei Drittel der Schweinehalter seien älter als 50 Jahre und viele von ihnen hätten keinen Hofnachfolger.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats