Niedersachen

Rummel um Wölfe im Emsland


Mutmaßlich durch einen Wolf wurden vergangene Woche neun Schafe getötet und vier schwer verletzt.
Bild: Pixabay / christels
Mutmaßlich durch einen Wolf wurden vergangene Woche neun Schafe getötet und vier schwer verletzt.

Im Emsland erregen Wölfe die Gemüter. Nach der illegalen Tötung einer Wölfin vergangenen Monat wurden nun 13 Schafe gerissen.

Im Emsland bestimmt der Wolf die Schlagzeilen. Vergangene Woche wurden 13 Moorschnucken-Schafe gerissen. Ob es ein Wolf war, muss noch durch DNA- Proben geklärt werden. Allerdings war die 600 Tiere große Herde lediglich durch einen 90 Zentimeter hohen Elektrozaun geschützt, wie der NDR berichtet. Das entspricht dem Grundschutz und berechtigt zur Entschädigung durch öffentliche Gelder. Die empfohlenen Herdenschutzhunde hatte der Halter Hans Heymann nicht angeschafft. Für eine Herde in dieser Größe wären bis zu acht Hunde notwendig. Zwar würden die Anschaffungskosten von rund 1.000 € pro Tier durch das Land übernommen werden, auf dem Unterhalt bliebe jedoch der Herdenhalter sitzen. Das Umweltministerium erwäge derzeit, auch diese Kosten zu übernehmen, heißt es vom zuständigen Wolfsberater Gerd Hopmann. Laut seinen Informationen sind im Emsland derzeit 25 Wölfe unterwegs.

Das Thema Wolf ist in der Grenzregion zu den Niederlanden derzeit sehr präsent. Mitte Juli wurde in Wittingen der Kadaver einer Wölfin gefunden, die erst angeschossen, dann mit Draht gequält und dann im Fluss versenkt wurde. Die Polizei ermittelt und sucht die Täter im Kreis Gifhorn.

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