Niedersachsen

Landvolk warnt vor ASP-Einschleppung durch Urlauber


Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest wäre eine Katastrophe, warnt das Landvolk Niedersachsen. Urlauber bittet das Landvolk um besondere Sorgfalt mit Essensresten.

Gerade durch die Transitstrecken von Ost nach West bleibe die potenzielle Einschleppungsgefahr nach Deutschland extrem hoch, warnt das Landvolk Niedersachsen vor einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland. Denn Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Ungarn melden in der Wildschweinpopulation und teilweise auch bei Hausschweinen weiterhin steigende Ausbruchszahlen. Insgesamt sind für Osteuropa, das Baltikum, die Ukraine und auch Belgien bis zum 9. Juli 3.378 Fälle bei Wildschweinen und 288 Ausbrüche bei Hausschweinen gemeldet worden. Die Woche zuvor waren es 3.318 bzw. 193 Fälle, so der Landvolk-Pressedienst (LPD).

Zur Hauptferienwelle bittet das Landvolk Niedersachsen daher Urlauber, auf tierische Lebensmittel aus den osteuropäischen Staaten als Mitbringsel zu verzichten. Salami oder andere Rohwürste beispielsweise können das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) enthalten.

Eine Übertragung erfolgt entweder durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder durch die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen bzw. -zubereitungen sowie durch andere indirekte Übertragungswege, wie Fahrzeuge, kontaminierte Ausrüstungsgegenstände einschließlich Jagdausrüstung, landwirtschaftlich genutzte Geräte und Maschinen sowie Kleidung. Infizierte rohe Fleischwaren wie Salami, Schinken und geräucherte Würste, deren Reste achtlos in der Umwelt entsorgt werden, bergen ein hohes Infektionsrisiko. Flyer in 14 Sprachen, die an Autorasthöfen ausliegen, informieren Lkw-Fahrer aber auch Saisonarbeitskräfte und Urlauber und bitten um Mithilfe, damit die ASP nicht nach Deutschland eingeschleppt wird.

Ein Eintrag der Tierseuche nach Deutschland hätte für die Landwirtschaft sowie die vor- und nachgelagerten Bereiche erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen, so das Landvolk. Daher räumten die Schweinehalter selbst der Vorsorge höchste Priorität bei. Biosicherheitsmaßnahmen würden penibel eingehalten und mit Hilfe einer speziellen Risikoampel immer wieder überprüft und auch nachjustiert. Weitere Infos sowie Checklisten für Tierhalter zur Afrikanischen Schweinepest sind im Internet abrufbar. 

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