Niedersachsen

Mensch vermutlich von Wolf gebissen


Bild: Pixabay / MRCat

In Rotenburg wurde ein Mann mutmaßlich von einem Wolf verletzt. Wenn sich bestätigt, dass es sich um einen Wolfbiss handelt, wäre es der erste verletzte Mensch seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland.

Am vergangenen Mittwoch wurde im niedersächsischen Rotenburg ein Gemeindearbeiter mutmaßlich von einem Wolf gebissen. Der 55-Jährige habe an einem Zaun gekniet, als er mit der Hand hinter sich gefasst hatte, meldete die Polizei Rotenburg. Plötzlich stellte er fest, dass sie von hinten gehalten wurde. Als er sich umblickte, sah er angeblich einen Wolf, der nach seiner Hand geschnappt habe. Drei weitere Wölfe sollen in einiger Entfernung gestanden haben. 
Wolfsdemo in Kiel

Am Mittwoch, 5. Dezember 2018, protestieren Nutzerverbände aus Schleswig-Holstein gegen eine Ansiedlung des Wolfes. Anlass ist eine Anhörung des Umwelt- und Agrarausschusses zum Thema. Bauernverband, der Landesverband Schleswig-Holsteinischer Schafzüchter, der Landesjagdverband, die Familienbetriebe Land und Forst, die Landjugend, die Landfrauen, die Waldbesitzer sowie das Forum Eigentum & Naturschutz gehen gemeinsam für die Weidetierhaltung in Schleswig-Holstein auf die Straße.

Die Demonstration startet um 9 Uhr vor dem Gästehaus der Landesregierung  am „Arwed-Emminghaus-Weg“ in Kiel.


Über eine DNS-Analyse soll nun festgestellt werden, ob der Gemeindearbeiter wirklich von einem Wolf angegriffen wurde. Mit dem Ergebnis rechnet das Ministerium in der nächsten Woche. Sollte sich bestätigen, dass es sich um einen Wolfsangriff handelt, müsse das Tier so schnell wie möglich getötet werden, stellt das Umweltministerium fest. Der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies warnte alle Beteiligten davor, in Panik zu verfallen. „Zunächst gilt es den Sachverhalt sauber aufzuklären, um dann handlungsfähig zu sein“, so Lies. Er habe bereits Kontakt zum Innenministerium aufgenommen.

FDP fordert Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Der jagdpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Karlheinz Busen, forderte erneut die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. „Wenn sich der aktuelle Verdacht bestätigt, können auch die durchgrünten Wolfsromantiker nicht mehr von einer natürlichen Scheu der Tiere gegenüber dem Menschen sprechen“, kommentierte Busen. Seit Jahren fordern Politiker von FDP, der Union und der AFD die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht. Nach jüngsten Zahlen leben in Deutschland 73 Rudel. 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats