Niedersachsen

Tierwohlställe schneller genehmigen


Die Geflügelbranche in Niedersachsen fordert Regelungen, die Tier- und Umweltschutz unter einen Hut bringen. Ministerin Otte-Kinast verspricht Hilfe bei der Genehmigung von Stallumbauten.

Eine Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAK) aus Vertretern der Ministerien für Bau-, Umwelt und Landwirtschaft soll in Niedersachen die Widersprüche zwischen den Tierwohl und dem Emissionsschutz überwinden. „Die Weiterentwicklung unserer Tierhaltung in Richtung Tierwohl führt leider oft zu einem Emissionsanstieg“, stellte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast kürzlich bei einer Rede vor der Mitgliederversammlung der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft (NGW) fest.

In Regionen mit hoher Vorbelastung werden Um- und Neubauten derzeit von einer Reduktion der Emissionen abhängig gemacht. Klar sei, dass Auslaufflächen zu höheren Ammoniak-Emissionen und Einstreu zu höheren Staub-Emissionen führten, so Otte-Kinast. Im IMAK „Nachhaltige Nutztierhaltung“ sollen Hemmnisse für einen Umbau der Ställe abgebaut werden, kündigte die Ministerin an. Sie verwies darauf, dass beim Thema Emissionen der Bund gefordert ist, denn die Länder haben beim Bundesimmissionsschutzgesetz (BIMSCH) kein direktes Mitspracherecht.


Die Umbauten für mehr Tierwohl müssten genehmigungsfähig werden, forderte der NGW-Vorsitzende Friedrich-Otto Ripke. Sie müssten den Tierhaltern zudem 15 Jahre Planungssicherheit ohne Nachforderungen oder neue Auflagen bieten, so Ripke weiter. Hoffnungen richtet der NGW-Vorsitzende auf die nationale Nutztierstrategie. Sie können den Tierschutzwettlauf zwischen den Bundesländern beenden und für eine „gesamtdeutsche Einheitlichkeit“ sorgen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

  1. Michèl Wahnschaffe
    Erstellt 19. Juni 2018 13:34 | Permanent-Link

    Den Ansatz von Herrn Ripke kann ich nur unterstützen und meiner Meinung nach ist das auch der richtige Ansatz.

stats