Niedersachsen

Üben für den Ernstfall


In Niedersachsen proben Behörden den Ernstfall einer "Dioxin-Krise". Ein Krisenmanagementhandbuch hat dabei geholfen, die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge zu machen.

 
Das Ministerium, drei Landkreise und das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) simulierten in dieser Woche den Ernstfall: In Eiproben wurde bei amtlichen Untersuchungen Dioxin gefunden. Der Höchstwert wurde überschritten. Betroffen waren vier Legehennenbetriebe in drei Landkreisen. Im konkreten Übungsfall wurde die Abgabe von Eiern, Eiprodukten und Geflügel sofort untersagt, die Vermarktung umgehend gestoppt. Auch Ursachenforschung, eine Einschätzung der gesundheitlichen Auswirkungen und die Information der Verbraucher wurden vorbereitet. 

Hilfe bei den Entscheidungen wann, was, von wem zu tun ist, bot dabei ein Handbuch, das Land, Kommunen und Behörden gemeinsam für das Management von Krisen erarbeitet hatten. „Wir wollen im Krisenfall gut gerüstet sein, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern größtmöglichen Schutz zu gewähren“, sagte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. 

Beteiligte aus verschiedenen Referaten des Ministeriums trafen sich zu Lagebesprechungen im Krisenzentrum. „Uns geht es um eine effektive Organisation im Sinne der Betroffenen. Wir prüfen dabei, ob die Ablaufpläne und Vorlagen des Managementhandbuchs in der Praxis ihren Zweck erfüllen“, sagte Dr. Jörg Baumgarte aus dem Ministerium. Nur so könne man bei einem Ereignis schnell, abgestimmt und schlagkräftig agieren. In der kommenden Woche soll eine Manöverkritik erfolgen, um die Strukturen und Abläufe zu prüfen und um das Krisenmanagementhandbuch im Bedarfsfall fortzuschreiben.
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