Niedersächsische Ackerbaustrategie

Otte-Kinast startet die Debatte

Der Klimawandel und Kritik aus der Gesellschaft stellen die Ackerbauern vor neue Herausforderungen. Wie sie in Niedersachsen bewältigt werden können, diskutieren Experten in den kommenden Monaten.

Niedersachsen bekommt eine eigene Ackerbaustrategie. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast erläuterte heute in Braunschweig die Ziele. „Wir wollen gemeinsam an Lösungen arbeiten, die einen vielfältigen, wirtschaftlich und ökologisch effektiven Ackerbau ermöglichen, der von der Gesellschaft akzeptiert wird“, sagte die CDU-Politikerin. Als Gründe nannte sie die Wetterextreme der vergangenen Jahre, aber auch die Kritik am Pflanzenschutz. Das Volksbegehren „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“ habe gezeigt, wie sensibel die Bevölkerung bei Umweltfragen reagiert.

Experten diskutieren in fünf Arbeitsgruppen

"Ein Weiter so wird es nicht geben“, machte Otte-Kinast deutlich. Es sei ihr wichtig, viele Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, von Verbänden und Marktpartnern zusammenzubringen. Ausdrücklich wies sie darauf hin, dass die Zukunftsfragen vom konventionellen und ökologischen Ackerbau gemeinsam erörtert werden. Abschließend wurden fünf Arbeitsgruppen vorgestellt. Sie behandeln die Schwerpunkte: Acker- und Pflanzenbau sowie Pflanzenzüchtung; Pflanzenschutz; Umwelt, Ressourcen, Biodiversität; Gesellschaft, Akzeptanz, ländlicher Raum sowie Fragen zu Ökonomie und Markt.

Diskutiert werde sollen unter anderem die Frage welche Marktfrüchte in Zukunft für eine angemessene Versorgung der Bevölkerung benötigt werden, wie Pflanzen vor Schadorganismen geschützt werden können und wie die Bodenfruchtbarkeit gestärkt werden kann. Ein weiteres Thema ist der durch den Klimawandel steigende Beregnungsbedarf.

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