Nitratbelastung

Rollenspiel zum Düngerecht


Das Gülleproblem nur auf die Landwirtschaft abzuwälzen, ist zu kurz gedacht. In Niedersachsen sind Akteure aus Landwirtschaft und Umweltschutz, von Verbänden und Politik aufgefordert, nach Lösungen zu suchen. Helfen soll das Planspiel Düngerecht  vom 25. bis 27. Mai.

Schweinemäster schlüpfen in die Rolle eines Referatsleiter der Unteren Wasserbehörde. Der Naturschützer managt die Gülleentsorgung eines Kuhstalls. Und jede Person betrachtet aus seiner Ressortverantwortlichkeit heraus, wie es zur Verschmutzung von Trinkwasser kommt und welche Maßnahmen möglich sind, um eine Nitratbelastung zu verringern.

Wer sich auf ein solches Rollenspiel einlassen möchte, kann vom 25. bis 27. Mai in Rothenburg in Niedersachsen am Planspiel zum Düngerecht teilnehmen und gemeinsam Handlungsstrategien erarbeiten. "Das Seminar ist kostenlos und setzt keine Vorkenntnisse voraus", sagte am Montag Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) bei der Vorstellung des Projekts.

Planspiel zum Wochenende
Das Planspiel wird vom 25. bis 27. Mai an der Berufsbildenden Schule Rotenburg durchgeführt. Es beginnt am Freitag um 14 Uhr und endet Sonntag um 14 Uhr. Das Projekt wird von der agrarwissenschaftlichen Fakultät der Göttinger Universität in Zusammenarbeit mit dem Landvolk Niedersachsen Landesverband e.V. und der Landwirtschaftskammer durchgeführt. Interessierte Teilnehmer können sich ab sofort bei gwiese@uni-goettingen.de kostenlos anmelden.
Otte-Kinast will, dass Niedersachsen bei der Reduzierung des Nährstoffeintrags in Gewässer eine Vorreiterrolle einnimmt und der Herausforderung mit konkreten Vorschlägen begegnet. Diese sollen mithilfe des Planspiels entwickelt werden. Otte-Kinast wirbt um die Mitarbeit aller Beteiligten. Vom neuen Düngerecht seien in erster Linie Landwirte, mittelbar aber auch Lohnunternehmen, Maschinenringe, Agrarhändler, Lebensmittelhändler und Verbraucher betroffen.

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