GAP 2020

Ökonom erwartet wenig Veränderungen

Die bisherigen Direktzahlungen werden wahrscheinlich auch in Zeit nach 2020 die Hauptsäule der EU-Agrarpolitik bleiben, sagte Grethe auf dem Getreidehandelstag auf der Burg Warberg am Dienstag. Er sehe eine nur geringe Bereitschaft in den EU-Ländern, dieses Instrument zu reformieren. Rund 45 Mrd. € umfasse der Agrarhaushalt der EU derzeit, führte Grethe aus. Etwa 5 Mrd. € davon würden auf Deutschland entfallen. 

Er als Agrarökonom und Politikberater würde sich wünschen, dass neue Ansätze zur gezielten Förderung neuer Ziele diskutiert und beschlossen würden. Jedoch sehe er sowohl in den jeweiligen Ländern als auch der EU-Organisation eine nur geringe Bereitschaft dazu. Dies sei aus seiner Sicht sehr bedauerlich, betonte Grethe. Denn es sei unzweifelhaft, dass aus Steuern gewonnene Finanzmittel auch Dinge im öffentlichen Interesse verwendet werden müssten. Hier sehe er Defizite. Doch tatsächliche Veränderungen seien wohl erst zu späteren Zeitpunkten als in der nächsten GAP-Periode zu erwarten, "wenn überhaupt", sagte er. (jst)
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