Windanlagen auf der Schwäbischen Alb.
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Windanlagen auf der Schwäbischen Alb.

Das Rätselraten über die Höhe der Umlage für den Ausbau von Erneuerbaren Energien wie sie im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG-Umlage) vereinbart ist, wird Mitte Oktober von der Bundesnetzagentur gelüftet. Vorab berichten verschiedene Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), von einem Anstieg der Ökostrom-Umlage 2017 um einen halben Cent von 6,35 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Als Grund für die geringer als erwartete Erhöhung nennt die FAZ das Abschmelzen der Finanzrücklage unter dem Niveau von 10 Prozent der erwarteten Jahresausgaben im Wahljahr 2017. Denn in den vergangenen drei Jahren seien auf dem EEG-Konto Überschüsse angefallen und nun wolle die Netzagentur keine Strafzinsen riskieren.

Ende August war das EEG-Konto mit rund 3 Mrd. € im Plus. Bis dahin hatten Stromkunden 15,4 Mrd. € als Ökostromumlage eingezahlt. 830 Mio. € erzielten Erlöse auf dem Strommarkt. Dagegen standen Auszahlungen an die Betreiber von Wind,- Photovoltaik- und Biomasseanlagen in Höhe von 17,2 Mrd. €. In den vergangenen Jahren sind die Förderkosten für Ökostrom immer mehr gestiegen, weil immer mehr Anlagen gebaut wurden.

Stromintensive Unternehmen sind vom Gesetzgeber über die Besondere Ausgleichsregelung von der Ökostrom-Umlage befreit. Der Bundesverband der Anbieter Erneuerbaren Energien (BEE) verlangt, das diese Subventionierung der stromintensiven Industrie keine Aufgabe des EEG-Kontos oder STromverbraucher sei. Für die Kosten der Ausnahmeregel solle künftig der Bundeshaushalt aufkommen. Einige Bundesländer fordern bereits eine Kohlendioxid-Steuer als Ersatz. (da)
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