EU-Agrargelder

Ökoverbände fordern Umschichtung

Die EU-Regelungen ermöglichen, dass 15 Prozent der EU-Direktzahlungen für gezielte Umweltmaßnahmen in der sogenannten „Zweiten Säule" der GAP vorgesehen werden können, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Verbände Bioland, Demeter und Naturland. Tatsächlich würden in Deutschland nur zwischen vier und fünf Prozent dafür vorgesehen. „Wenn die Bundesregierung ihre eigenen Ziele im Umweltschutz und zur Ausdehnung des Ökolandbaus auf 20 Prozent der Agrarfläche erreichen will, muss sie die EU-Agrargelder entsprechend umwidmen", wird der Präsident von Bioland, Jens Plagge, zitiert. Würden weitere gut 10 Prozent der EU-Zahlungen dafür eingesetzt, dann stünden den Bundesländern ab 2019 jährlich rund 500. Mio. Euro zur Verfügung. Damit könnten die Mehrleistungen der Ökobetriebe im Umwelt-, Klima- und Tierschutz honoriert werden.

In verschiedenen Bundesländern würden bereits heute Agrarumweltmaßnahmen und Ökolandbauförderungen wegen Unterfinanzierung gestrichen oder begrenzt, warnt Demeter-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schmid. Die Umstellung auf ökologischen Landbau benötige jedoch eine ausreichende Planungssicherheit. (jst)
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