EU-Agrarministerrat

Ökoverhandlungen vertagt


Einen Grenzwert für Rückstände in Ökoprodukten wird es möglicherweise nicht geben. Zwar forderten im EU-Agrarministerrat in einer ersten Aussprache Tschechien, Slowenien, Portugal, Italien, Malta, Spanien und die EU-Kommission einen Grenzwert für chemische Pflanzenschutzmittel und andere verbotene Subtanzen im Ökolandbau. Später rückten sie teilweise von ihrer Position ab. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ist nach den Verhandlungen zuversichtlich, dass es keinen Grenzwert geben wird, wenn im Juni die EU-Mitgliedstaaten einen neuen Anlauf nehmen werden. Schwieriger ist nach Ansicht von Schmidt die Frage der Kontrollen in Ökobetrieben. Die Niederlande, Polen, Schweden und Finnland lehnen jährliche Routinekontrollen ab. Die Häufigkeit der Kontrollen soll sich nach Ansicht dieser blockierenden Minderheit nach dem Risiko von Verstößen gegen die EU-Ökoverordnung richten. Die große Mehrheit der Minister hält dagegen an jährlichen Kontrollen vor Ort fest. Nach der Verschiebung der Entscheidung meinten mehrere Minister, unter Zeitdruck solle es keinen faulen Kompromiss geben. (Mö)   
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