Vogelgrippe

Österreich beschließt Stallpflicht

Nachdem sich die Vogelgrippe in Europa weiter ausbreitet, soll ab Anfang nächster Woche ganz Österreich als Gebiet mit erhöhtem Geflügelpestrisiko ausgewiesen werden. Anlass sind Meldungen slowakischer und tschechischer Behörden über neue Fälle von H5N8 in der Nähe von Bratislava und Brünn in den vergangenen sieben Tagen. Für die Geflügelhalter bedeutet dies, entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen gemäß Geflügelpestverordnung einzuhalten, berichtet das AIZ Wien. Dazu zählt die Unterbringung in geschlossenen Ställen oder Volieren, die zumindest nach obenhin abgedeckt sind.

Freilandgeflügel in Frankreich wird gekeult

Im Südwesten Frankreichs müssen 800.000 Enten und Gänse wegen der Vogelgrippe gekeult werden. Am Donnerstag begannen Tierhalter in 150 Gemeinden mit der Tötung der Vögel, berichtet Euronews. Das Landwirtschaftsministerium hatte am Mittwoch die Anweisung gegeben, alle im Freien gehaltenen Enten und Gänse in diesen Kommunen zu keulen. 300.000 Tiere mussten dort wegen der Vogelgrippe seit Ende November bereits getötet werden. Dort werden insgesamt achtzehn Millionen dieser Vögel gehalten, vor allem zur Gewinnung der französischen Leberspezialität Foie Gras.

In Europa wurden seit November insgesamt 398 Fälle bei Hausgeflügel und 351 Fälle bei Wildgeflügel behördlich festgestellt. Insgesamt sind bereits 18 Staaten in Europa betroffen, teilte das Gesundheitsministerium in Wien mit. (SB)
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