Die Milchanlieferung der österreichischen Bauern an die Molkereien und Käsereien ist im Kalenderjahr 2014 um 4,4 Prozent auf rund 3,1 Mio. t gestiegen. Bezogen auf das Quotenjahr 2014/15 ergab sich zwischen Anfang April und Ende Dezember ein Anstieg um 4,1 Prozent auf 2,8 Mio. t, berichtet der AIZ Pressedienst, Wien.

"Damit liegt unser Land im EU-weiten Trend", so der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), Helmut Petschar. Für die Zeit nach der Abschaffung der Quote erwartet er ein weiteres Wachstum bei der Anlieferung.

Eine gute Witterungslage mit entsprechender Futterqualität war 2014 eine Voraussetzung für die erhöhte Anlieferung. Sie stieg vor allem im 1. Halbjahr stärker an; zu dieser Zeit waren die internationalen Märkte noch aufnahmefähig und es wurden attraktive Preise gezahlt. Im Laufe der 2. Jahreshälfte kehrte sich die Entwicklung um, vor allem nach der Verhängung des russischen Importembargos. Dies führte letztlich zu einem Umschwung auf den internationalen Märkten, der gegen Ende 2014 auch in Österreich spürbar war und die Anlieferungsmengen tendenziell zurückgehen ließ.

Die starke Dynamik bei der österreichischen Milchproduktion wurde gegen Ende des Jahres auch durch das letztmalig wirkende Quotenregime gebremst. Aufgrund der gesteigerten Anlieferung sei aber auch für 2014/15 eine hohe Superabgabe zu erwarten. (az)
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