Immer mehr österreichische Ackerbauern steigen in die Bioproduktion ein. Der Menge an Biogetreide ist massiv gestiegen und drückt auf das Preisniveau.

Die Ackerfläche, die in Österreich ökologisch bewirtschaftet wird, ist seit 2010 um 146 Prozent auf 265.477 ha gestiegen. Entsprechend hat sich Menge an Biogetreide und Mais am Markt seit 2011/12 bis zum Wirtschaftsjahr 2017/18 um 59 Prozent auf rund 245.000 t erhöht. Ein erneut satter Mengenzuwachs ist auch in diesem Jahr zu erwarten, weil immer mehr sogenanntes Umstellergetreide, also noch nicht anerkannte Bioware der Umstellungsbetriebe mitvermarktet wird, schreibt die Österreichische Bauernzeitung. Der österreichische Markt ist jedoch gesättigt. Allein aus der Ernte 2018 droht ein Überhang von mehr als 50 Prozent.  Aktuell beträgt der Überhand Marktexperten zufolge rund 185.313 t Stand April.

Die Folge: es herrscht hoher Preis- und Vermarktungsdruck. Laut Marktexperten müsste die Ware entweder im Export in einem harten Preiswettbewerb untergebracht oder als konventionelle Ware zu deutlich niedrigeren Preisen vermarktet werden, heißt es weiter. Normalerweise wird für Bioware etwa das 2,5–fache im Vergleich zu konventioneller Ware gezahlt. Für Bioweizen der Ernte 2019 mit mehr als 13 Prozent erwarten Experten nur noch 300 bis 310 €/t. Das wären knapp 28 Prozent weniger als noch vor zwei Jahren.

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