Omnibus-Verordnung

Breite Unterstützung im EP

Mit einer außergewöhnlichen großen Mehrheit von 83 Prozent hat das Europaparlament für ein Paket von kleineren Änderungen an der laufenden GAP gestimmt. Die Verhandlungen sind damit abgeschlossen. Die Omnibus-Verordnung kann am 1. Januar in Kraft treten.

Elefantengras und einige andere neuen Kulturen dürfen auf der ökologischen Vorrangfläche angebaut werden, hob Berichterstatter Albert Deß (CSU) im Europaparlament hervor. Das sei ein Vorteil für die Landwirte und die Ökologie. Deß wies auf die rekordverdächtige Kürze hin, in der sich Parlament, Rat und die EU-Kommission geeinigte hätten. Die sinnvollen Änderungen ohne zu viel Hin und Her sind nach Ansicht von Deß so, wie Europapolitik am besten immer laufen sollte.

Zu den weiteren Änderungen gehören zusätzliche Rechte für Erzeugergemeinschaften. Diese dürfen jetzt das Angebot drosseln, ohne mit dem EU-Wettbewerbsrecht in Konflikt zu geraten. Die freiwilligen Risikoabsicherungen in der 2. Säule der GAP werden ausgebaut. Die EU-Mitgliedstaaten dürfen zudem Direktzahlungen an die Produktion koppeln, auch wenn damit eine Ausweitung der Erzeugung einher geht. Die Vereinfachung durch die Omnibus-Verordnung werde in den Mitteilungen zur Zukunft der GAP fortgeführt, erklärte EU-Agrarkommissar Phil Hogan und lobte ebenfalls die gute Zusammenarbeit, damit die Verordnung pünktlich zum 1. Januar in Kraft treten kann.

 

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