Online-Umfrage

Adama fordert "ökonomische" Ackerbaustrategie


Das Pflanzenschutzunternehmen hat Betriebsleiter zur Ackerbaustrategie befragt. Viele können mit dem Begriff nichts anfangen. Ein Fünftel ist skeptisch, lauten die Ergebnisse der im Auftrag von Adama durchgeführten Studie.

Vermutlich im Herbst 2019 wird es aus dem Bundesagrarministerium eine Ackerbaustrategie geben. Dabei soll es zu einer strategischen Ausrichtung des Ackerbaus hin zu mehr Ressourcenschutz kommen. Auch die Reduzierung von Spritzmitteln soll ein Thema sein. Der Kölner Pflanzenschutzmittelhersteller Adama bringt sich dazu mit einer Online Umfrage in Position.

Adama wollte im Juni 2018 von Landwirten wissen, was sie unter einer Ackerbaustrategie verstehen. 40 Prozent der 171 Teilnehmer nannten dabei Stichworte wie Fruchtfolge, Schonung der Ressourcen, Pflanzenschutz, Bodenschutz und Düngung. 43 Prozent konnten hingegen zu dem Begriff keine relevanten Aussagen machen. Neun Prozent trauen der Politik „keine sinnvolle Strategie“ zu und acht Prozent befürchten „Reglementierungen, Vorschriften, mehr Dokumentation und generell Eingriffe der Politik in die Bewirtschaftung der Betriebe“.  

Bauern brauchen keinen neuen Begriff

Für Adama ist die Interpretation der Ergebnisse klar. Die Begriffe Fruchtfolge, Schonung der Ressourcen, Pflanzenschutz, Bodenschutz und Düngung seien in der Praxis nicht unbekannt. Damit zeigten die Praktiker, dass sie die möglichen Komponenten der Ackerbaustrategie bereits umsetzten, ohne dafür einen extra Namen zu beanspruchen.

Adama zitiert einen Betriebsleiter, der von dem großen Einfluss von Lobbygruppen spricht und nicht mit einem vernünftigen Plan der Politik rechnet. „Viele Praktiker haben gute Ansätze oder setzen geniale Strategien um. Dies sollte sich die Bundesregierung angucken und an unterschiedlichen Lösungen arbeiten, die zu den jeweiligen Regionen passen", so das Zitat eines nicht näher bezeichneten Landwirts. Eine bundesweite Strategie werde nicht funktionieren, so ein Fazit der Pflanzenschutzherstellers Adama. Ein weiteres Fazit zielt auf den Zweck der Ackerbaustrategie ab. Die Teilnehmer hätten sich ausdrücklich für die Beachtung ökonomischer Effekte ausgesprochen. Eine Ackerbaustrategie müsse Erträge sichern, den Gewinn steigern oder zumindest für faire Preise sorgen, heißt es bei Adama.



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