Osthandel

Wachstum bleibt über dem Durchschnitt

Der deutsche Handel mit den Ländern Osteuropas wächst weiterhin überdurchschnittlich. In den ersten vier Monaten des Jahres 2018 legt er um sechs Prozent. Für den gesamten deutsche Exporthandel wird ein Wachstum von 4,4 Prozent verzeichnet.

Besonders Mittel- und Südosteuropa hätten das Wachstum vorangetrieben, sagte Michael Harms, Geschäftsführer des Ostausschuss-Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) heute in Berlin. Im Vorjahr habe der Exportzuwachs in diesem Zeitraum sogar bei mehr als zehn Prozent gelegen, führte Harms auf der ersten gemeinsamen Jahres-Pressekonferenz der zum Januar 2018 fusionierten Vereinigungen aus. Mit einem Gesamtvolumen von fast 150 Mrd. € mit den 29 Partnerländern des OAOEV in den ersten vier Monaten 2018 belaufe sich der Anteil der Region am Gesamthandel Deutschlands auf rund 20 Prozent. 

Negative Auswirkungen hätten sich durch Wirtschaftssanktionen der USA auf das Geschäft mit Russland ergeben. Hier hätten sich deutliche Bremsspuren gezeigt, sagte Harms. Zwar sei die Einfuhr aus Russland um 3,3 Prozent auf 11,6 Mrd. € gestiegen, die Ausfuhr aus Deutschland dagegen nur um 1,4 Prozent auf 8,42 Mrd. € nach 8,3 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Nach einem guten Jahr 2017 sei der deutsch-russische Handel im ersten Jahresdrittel nur sehr verhalten gewachsen.

Scharf kritisierte der OAOEV Geschäftsführer weitere Sanktionen gegen den Iran. "Die angekündigte Anwendung von US-Sanktionsrecht auf europäische Unternehmen widerspricht den Regeln der WTO und des Völkerrechts", sagte Harms. Es könne nicht sein, dass von Abgeordneten in Washington darüber entschieden werde, welche Geschäftspartner deutsche Unternehmen haben dürfen und welche nicht.

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