Palmölproduktion

Nestlé überwacht Plantagen aus dem All


Überwachung rund um die Uhr: Um die Rodung von Regenwal zur Palmölproduktion zu verhindern, arbeitet Nestlé mit Airbus zusammen.
Airbus
Überwachung rund um die Uhr: Um die Rodung von Regenwal zur Palmölproduktion zu verhindern, arbeitet Nestlé mit Airbus zusammen.

Um zu verhindern, dass für Palmöl Regenwälder vernichtet werden, nutzt der Lebensmittelkonzern Nestlé Satelliten. Rodungen sollen so schneller erkannt werden.

Der Schweizer Konzern Nestlé geht beim Thema nachhaltige Produktion neue Wege. Gemeinsam mit dem Raum- und Luftfahrtkonzern Airbus und der Umweltorganisation The Forest Trust startet der größte Lebensmittelproduzent der Welt ein Beobachtungsprojekt, das die Abholzung von Regenwald für die Palmölproduktion frühzeitig erkennen und unterbinden soll. Hochauflösende Sensoren an Bord der Airbus-Satelliten Spot 6 und Spot 7 analysieren die Erdoberfläche und können Plantagen, geschützten Wäldern von anderen Gebieten unterscheiden und Veränderungen registrieren. Seit zwei Jahren wird die Technik in einem Pilotprojekt in der malaysischen Region Perak getestet, teilte das Unternehmen heute mit.


Nestlé hat sich verpflichtet, bis 2020 auf die Verwendung von Palmöl zu verzichten, das mit der Abholzung von Urwäldern in Verbindung gebracht wird. Bis 2017 sei dies bereits für 63 Prozent des Rohstoffs erreicht worden. „Das Satelliten-Monitoring ist ein Wendepunkt für Transparenz in unserer Lieferkette“, stellt Nestlés Vice President, Magdi Batato fest.

Ergebnisse werden im Internet veröffentlicht

„Unsere ‚Augen am Himmel‘ werden unsere Palmöl-Lieferkette rund um die Uhr überwachen, unabhängig von ihrem Zertifizierungsstatus“, kündigte der Nachhaltigkeits-Experte des Konzerns, Benjamin Ware an. Dadurch könne Nestlé öffentlich offenlegen, „was wir finden, wo wir entscheiden, Lieferanten ausschließen und wo wir uns engagieren, die Situation zu verbessern.“ Diese Informationen sollen mit Stakeholdern  wie Verbrauchern, Investoren und Einzelhändlern geteilt werden. Ab März 2019 ist eine Veröffentlichung im Internet geplant.

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