Pflanzenschutz

Dicamba erhält Aufschub für zwei Jahre

In den USA ist ein Verbot von Dicamba abgewendet. Davon profitieren vor allem Monsanto-Sorten, die resistent gegen den Herbizidwirkstoff sind.

Die US-Umweltbehörde (EPA) hat diese Woche die Registrierung für drei Herbizide mit dem Wirkstoff Dicamba um zwei Jahre bis Ende 2020 verlängert. Sie werden im Anbau von Soja- und Baumwolle verwendet. Voraussetzung ist, dass die Sorten eine gentechnisch erzeugte Herbizidresistenz gegen den Wirkstoff aufweisen. Im US-Sojaanbau ist dieses System 2018 bereits auf der Hälfte der Sojafläche zum Einsatz gekommen. Problematisch an der Anwendung ist jedoch Abdrift. Wenn der Spritznebel auf Soja- oder Baumwollsorten trifft, die keine Resistenz gegen Dicamba aufweisen, sind Herbizidschäden die Folge. Das gilt auch für andere Kulturen wie Gemüse.

Zeitlich befristete Anwendungen

Deswegen hat die EPA für die Anwendung von Dicamba die Auflagen erhöht. Wie bisher sind Schulungen jedes einzelnen Anwenders vorgeschrieben. Neu sind Fristen. Dicamba darf 45 Tage nach der Sojaaussaat sowie 60 Tage nach der Baumwollaussaat nicht mehr gespritzt werden. Außerdem ist die Anzahl der Spritzungen in Baumwolle von bisher vier auf künftig zwei begrenzt worden. In Soja waren auch bisher schon maximal zwei Anwendungen zulässig. Außerdem gibt es Einschränkungen für den Zeitpunkt der Spritzungen und schärfere Abstandsauflagen in sensiblen Regionen.

Das Anbausystem besteht aus Sorte und Herbizid. Monsanto war bislang einziger Anbieter der Dicamba-resistenten Sorten. Ab 2019 könnten Pioneer-Sojasorten dazukommen, denn im Juni 2018 hat Monsanto Lizenzen mit dem Konzern DowDuPont, zu dem Pioneer gehört, vereinbart. Die Herbizide stammen von drei Firmen: Neben XtendiMax von Monsanto (jetzt Bayer) sind in den USA Engenia von der BASF sowie FeXapan von DowDuPont im Angebot.

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