Pflanzenschutz

Frankreich verbietet Epoxiconazol


Frankreich nimmt 76 Fungizide vom Markt, die Epoxiconazol enthalten. Der Wirkstoff steht auch in der EU auf wackeligen Beinen.

Die französische Pflanzenschutzbehörde (Anses) zieht Konsequenzen aus der Einstufung von Epoxiconazol als endokriner Disruptor. Dabei handelt es sich um Substanzen, die das Hormonsystem stören können. Sie werden in der EU künftig generell nicht mehr zugelassen. Altwirkstoffe, die wie Epoxiconazol als hormonschädigend gelten, stehen auf der Liste der Substitutionskandidaten. Solche „zu ersetzenden Wirkstoffe“ dürfen in der EU nur noch dann zur Anwendung zugelassen werden, wenn es keine wirtschaftlichen und praktikablen Alternativen gibt, die deutlich sicherer für Mensch und Umwelt sind. Für Epoxiconazol läuft darüber hinaus die EU-Registrierung als Wirkstoff am 30. April 2020 aus.

Französische Behörde prescht vor

Anses wartet für Epoxiconazol keine Verbotsentscheidung aus Brüssel ab, sondern hat für Frankreich das Aus auf nationaler Ebene verordnet. Den französischen Landwirten fehlt damit künftig ein wichtiger Wirkstoff im Getreide- und Rübenanbau.

In Deutschland enthalten 20 Fungizide den Wirkstoff

Auch in Deutschland ist Epoxiconazol Bestand zahlreicher Getreide- und Rübenfungizide. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) listet 20 Produkte auf, die diesen Wirkstoff enthalten.

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