Pflanzenschutz

Gewächshaus für neue Insektizide


Mit einer Millionen-Investition stärkt Bayer den Standort Monheim. Von der Außenwelt abgeschirmt, können unter naturnahen Bedingungen neue Wirkstoffe entwickelt und erprobt werden.

Bayer will seine Position im weltweiten Markt für Schädlingsbekämpfungsmittel festigen. Dazu hat das Unternehmen am Standort Monheim rund 45 Mio. € in den Bau eines etwa 11.000 qm² großen Gewächshauses mit angeschlossenem Labor- und Bürogebäude für die Insektizidforschung investiert. „Dieses Gewächshaus hätte überall auf der Welt stehen können“, sagte Dr. Dirk Backhaus, Leiter Product Supply und Mitglied der Geschäftsleitung der Bayer-Division Crop Science am Montag bei der Einweihungsfeier. Doch Deutschland habe als Standort beachtliche Stärken: eine vielfältige, nachhaltige Agrarwirtschaft, ein hohes Ausbildungsniveau und solides Wissensfundament, sowie eine attraktive Lage in einem dynamischen europäischen Umfeld, so Backhaus weiter. Die Investition sei deshalb auch das Bekenntnis von Bayer zum Forschungsstandort Monheim in Nordrhein-Westfalen.

Unterschiedliche Klimabedingungen simulieren

Das Gewächshaus besteht aus 133 Kammern, in denen sich die verschiedensten Klimabedingungen individuell simulieren lassen, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Tageslängen, Temperaturverläufe und Luftfilterung. Dadurch können Versuche unter realistischen, naturnahen Bedingungen ablaufen. Dies ermöglicht parallele Studien an heimischen und exotischen Nutzpflanzen mit den in Entwicklung befindlichen Wirkstoffen und alternativen Technologien wie biologischem Pflanzenschutz, Pflanzenzüchtung und nützlingsverträglichen Kombinationsstrategien.

Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft

Der Bau des neuen Gewächshauses ist das größte Einzelprojekt von Bayer in Monheim im Rahmen eines Investitionsprogramms von rund 170 Mio. € in den zurückliegenden sechs Jahren. „Das neue Gewächshaus verbessert unsere Möglichkeiten, neue selektive Insektizide zu entwickeln", sagte Dr. Markus Dollinger, Leiter der Bayer-Insektizidforschung. „Wir sind davon überzeugt, den dringenden Bedarf unserer Kunden befriedigen zu können - mit innovativen Produkten auf Basis der hier entwickelten insektiziden Wirkstoffe. Und damit gleichzeitig zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beizutragen."

Höchste Biosicherheits- und Hygienestandards

Das Gewächshaus werde 60 Mitarbeitern optimale Bedingungen für Anzucht und Tests von mehr als 30 verschiedenen Kulturpflanzenarten und über 40 zum Teil exotischen Schädlingsarten und Nützlingen bieten. Höchste Biosicherheits- und Hygienestandards ermöglichen das Arbeiten mit diesen Organismen, aber auch mit transgenen Pflanzen und neuen Pflanzenzüchtungen.

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