Pflanzenschutz

Landwirte spritzen weniger


Der Verkauf von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen ist im Trockenjahr 2018 kräftig geschrumpft. Besonders ausgeprägt war der Rückgang bei Glyphosat.

Der Inlandsabsatz von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen lag in Deutschland 2018 nach den Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) um 14 Prozent niedriger als 2017. Erstmals seit 2005 lag der Absatz der Wirkstoffe (ohne inerte Gase) unter 30.000 t. Im Vergleich zum Zehnjahresdurchschnitt errechnet sich ein Rückgang von 11 Prozent (siehe Grafik).

 

Grafik: az

Besonders ausgeprägt war der Absatzrückgang bei Glyphosat. Das BVL weist in der Wirkstoffgruppe der Organophosphor-Herbizide, in denen Glyphosat den Löwenanteil stellt, einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 27 Prozent aus. In absoluten Mengen hat der Inlandsabsatz 2018 in dieser Wirkstoffgruppe 3.448 terreicht.

IVA: „Keine Belege für einen ansteigenden Trend“

„Die neue Absatz-Statistik entkräftet das häufig zu hörende Vorurteil, unsere Landwirte spritzten immer mehr Pflanzenschutzmittel. Durch Witterungseinflüsse oder veränderten Schädlingsdruck kann es von Jahr zu Jahr zu Schwankungen bei der Absatzmenge kommen, aber es gibt keine Belege für einen ansteigenden Trend“, kommentierte Martin May, Geschäftsführer des Industrieverbandes Agrar (IVA), die neuen Zahlen.

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