Pflanzenschutz

Notfallzulassung gegen den Drahtwurm


Im Kartoffelbau bereiten Drahtwürmer zunehmend Sorgen. Ein biologisches Mittel, das den Befall eingrenzen kann, ist auch 2019 wieder für begrenzte Flächen zugelassen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat im Dezember wie bereits in der Pflanzsaison 2018 für Attracap eine Notfallzulassung gemäß Artikel 53 erteilt. Das biologische Produkt hilft, den Drahtwurmbefall in Kartoffeln einzugrenzen. Anwendungen sind beschränkt auf den Zeitraum 15. Februar 2019 bis 14. Juni 2019. Eine Bekämpfung ist ausschließlich für Kartoffeln auf befallsgefährdeten Flächen für etwa 3.500 ha vorgesehen.

Das Produkt wir als Kapsel bei der Pflanzung ausgebracht. Es enthält den insektenpathogenen, in Deutschland isolierten Pilz Metarhizium brunneum. Der Pilz befindet sich nach Angaben des Herstellers Biocare weltweit in Böden und wird vielfach im biologischen Pflanzenschutz eingesetzt. Drahtwürmer infizieren sich bei Kontakt mit den Pilzsporen und sterben je nach Temperatur und Bodenverhältnissen nach einigen Tagen ab. Die Wirksamkeit ist – wie im biologischen Pflanzenschutz üblich – nicht mit Agrarchemie vergleichbar, die allerdings seit dem Wegfall von Goldor Bait auch nicht mehr zur Verfügung steht. Biocare verweist auf amtliche Versuche der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die für Attracap eine Wirkung im Feld von 55 Prozent gezeigt haben.

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