Pflanzenschutz

Nufarm wächst weiter

Pflanzenschutz von Nufarm ist gut nachgefragt.
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Pflanzenschutz von Nufarm ist gut nachgefragt.

Die Saison für den australischen Anbieter Nufarm Limited mit Sitz in Melbourne hat sich ausgezahlt. In fast allen Regionen verbucht das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 (August 2017/Juli 2018) Zuwächse.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbuchen die Australier einen Umsatzzuwachs um 6,3 Prozent auf 3,3 Mrd. australische Dollar (AUD), davon entfallen 3,1 Mrd. AUD alleine auf den Pflanzenschutz. Deutliche Zuwächse verzeichnet das Unternehmen bei Insektiziden und Herbiziden. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) ging um 1 Prozent auf knapp 386 Mio. AUD zurück. Vor allem die Trockenheit in Australien hat laut Nufarm zu geringeren Absätzen geführt, allerdings hätten die Akquisitionen in Europa den größten Teil wieder wettgemacht.

US-Farmer setzen besonders auf Glyphosat-Produkte

In Europa hat Nufarm ein Umsatzplus von 19 Prozent auf 643 Mio. AUD zu verzeichnen. 69 Mio. AUD allein haben die Akquisitionen von FMC sowie Adama und Syngenta bereits eingefahren. Darüber hinaus konnte Nufarm ebenfalls in Nordamerika mehr Pflanzenschutzmittel verkaufen. Der Absatz stieg um 9,5 Prozent auf 834 Mio. AUD. Das Unternehmen will seine Produktionskapazitäten in den USA weiter ausbauen und einen neue Formulierungseinheit in Mississippi errichten, die Mitte 2019 fertig gestellt sein soll. Glyphosatprodukte waren bei den US-Farmern besonders gefragt. Der Absatz stieg um 12 Prozent.

Aber auch Wirkstoffkombinationen, die eine Alternative bei zunehmender Resistenzentwicklung gegenüber Glyphosat bieten, finden laut Nufarm immer mehr Abnehmer, nicht nur in den USA, sondern auch in Lateinamerika, dem wichtigsten Absatzmarkt für Nufarm. Dort wurden rund 8 Prozent mehr Pflanzenschutzmittel verkauft und ein Umsatz von 885 Mio. AUD erzielt. In Brasilien wuchs der Absatz volumenbedingt um 11 Prozent. Argentinien hingegen hatte ebenfalls mit Trockenheit zu kämpfen, so dass die Verkäufe um 16 Prozent zurückgingen.

Gut im Geschäft in Asien

In Asien legte der Umsatz um 3 Prozent auf 171 Mio. AUD zu. Vor allem in Indonesien, Malaysia, Sri Lanka und China waren Nufarm-Produkte gefragt. In China hat Nufarm auch ein strategisches Joint Venture mit der Fuhua Group geschmiedet, um einen besseren Zugang zum chinesischen Markt zu erhalten.

Das Saatgutsegment ist mit einem Umsatz von 185 Mio. AUD der kleinste Geschäftsbereich. Auch in diesem Bereich verbucht das australische Unternehmen ein Plus von 10 Prozent. Das durch die Trockenheit schwierige Canola-Geschäft in Australien konnte durch höhere Umsätze an Sonnenblumen- und Sorghumsaatgut mehr als ausgeglichen werden.

Für das neue Geschäftsjahr 2019 ist Nufarm optimistisch. Insbesondere die Umsätze aus dem Europageschäft könnten Nufarm weiter auf Wachstumskurs halten und kämen 2019 voll zum Tragen. Das Ebitda soll nach Unternehmensangaben 2019 zwischen 500 und 530 Mio. AUD liegen.

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