Pflanzenschutz

Österreich will Glyphosat verbieten

Das Alpenland prescht vor. Eine der ersten Maßnahmen der künftigen Regierungskoalition zwischen ÖVP und FPÖ soll das nationale Verbot des umstrittenen Pflanzenschutzmittels werden.

ÖVP und FPÖ planen einen nationalen Ausstieg aus der Glyphosat-Anwendung. Beide Koalitionspartner sprechen laut verschiedener Medienberichte von "Handlungsbedarf". "Wir sind klar gegen den Einsatz von Glyphosat in Österreich und bewerten die Risiken für Gesundheit und Umwelt als zu hoch", zitiert "Die Presse" ÖVP-Stimmen. Da es zu keinem EU-weiten Verbot kommt, müsse Österreich nun selbst handeln, heißt es weiter. Ein Maßnahmenplan soll den schrittweisen Ausstieg regeln. Darin enhalten sein sollen auch konkrete Maßnahmen, um Nachteile in der Landwirtschaft aufzufangen.

Die rechtlichen Voraussetzungen für ein nationales Verbot des Mittels sollen ebenso geklärt werden wie die Verfügbarkeit von Ersatz-Produkten und deren Verwendung und ökologische Auswirkungen. Doch gehen die Parteien noch weiter: So wollen sie auch die Bewertung der Risiken für die Gesundheit durch Lebensmittel-Importe, die Festlegung von Grenzwerten oder Null-Toleranz bei importierten Produkten voranbringen.

Beim Ausstieg will sich der Alpenstaat an EU-Ländern wie Frankreich oder Italien orientieren, die ebenfalls bereits angekündigt haben, Glyphosat zu verbieten, sobald Alternativen gefunden sind.

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