Pflanzenschutz

Parlament will mehr Bienenschutz


Das Europaparlament fordert eine umfassende Bewertung der Risiken, die Pflanzenschutzmittel für Bienen haben können.
Foto: BLE
Das Europaparlament fordert eine umfassende Bewertung der Risiken, die Pflanzenschutzmittel für Bienen haben können.

Der Bienenschutz in der EU-Gesetzgebung zur Pflanzenschutzzulassung muss weiter verhandelt werden. Das Parlament hält den jetzigen Vorschlag für „verwässert“.

Der aktuelle Vorschlag zum EU-Bienenleitfaden findet im Europäischen Parlament (EP) keine Zustimmung. Denn nach Ansicht der Abgeordneten haben die EU-Mitgliedstaaten die geplanten Vorschriften zu sehr verwässert.

Die ursprüngliche Vorlage stammt von der Europäischen Lebensmittelbehörde (Efsa), die bereits 2013 ihren Entwurf der Leitlinien für die Wirkstoffzulassung auf den Weg gebracht hat. „Es ist inakzeptabel, dass sich die Mitgliedstaaten gegen die vollständige Umsetzung der Bienenleitlinien der Efsa 2013 aussprechen“, heißt es in einer am Mittwoch angenommenen Entschließung des Parlaments. Es fordert, dass – wie ursprünglich geplant – Wirkstoffe für Pflanzenschutzmittel nicht nur hinsichtlich ihrer akuten Toxizität für Honigbienen geprüft werden. Stattdessen müsste auch die chronische Toxizität für Honigbienen sowie die Toxizität für Hummeln und Wildbienen mit berücksichtigt werden. Deswegen fordert das EP die Kommission auf, ihren Verordnungstext zu überarbeiten.

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