Pflanzenschutz

Saatguterzeuger fürchten Beizauflagen

Ab dem kommenden Jahr soll Saatgut mit fungiziden Beizen nur noch unter erhöhten Auflagen ausgebracht werden. Der Bundesverband Deutscher Saatguterzeuger (BDS) wehrt sich gegen diese Maßnahme.

Nicht mehr als fünf Meter pro Sekunde darf die Windgeschwindigkeit während der Aussaat betragen, wenn zukünftig Saatgut mit fungiziden Beizen ausgebracht wird. Diese Auflage fordert das Bundesumweltamt. Entfallen könnte sie unter Umständen, wenn das Saatgut in speziell zertifizierten  Beizstellen hergestellt wird. „Weder ist wissenschaftlich erwiesen, welche Auswirkungen die Ausbringung dieses Saatguts hat noch wird darüber nachgedacht, welche Konsequenzen diese Forderung für die Landwirte bedeutet“, beklagte Dr. Gerhard Schilling, Vorstandsvorsitzender des BDS, am Mittwoch auf der Jahreshauptversammlung des BDS in Güstrow.

Die Aufrüstung bestehender Beizstellen würde deren Wirtschaftlichkeit  in vielen Fällen in Frage stellen. Fehlendes Saatgut wäre die Folge. Zudem könne in windreichen Regionen Deutschlands mit Fungiziden gebeiztes Saatgut nicht mehr rechtskonform oder gar nicht mehr ausbracht werden. Schilling forderte auf der Veranstaltung eine intensivere Kommunikation zwischen den zuständigen Behörden.

Auf der Veranstaltung wurden Robert Zenk aus Bayer, Dr. Peter Müller aus Baden-Württemberg und Dr. Eicke Zschoche aus Sachsen-Anhalt  in den BDS-Vorstand wiedergewählt.

 

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