Pflanzenschutz

US-Regierung erlaubt Neonics in Naturschutzgebieten

Die US-Regierung lockert die Regelungen zu GVO und Neonicotinoiden. Damit hat Präsident Donald Trump eine der letzten Umweltauflagen seines Vorgängers Barack Obama aufgehoben.

In mehr als 50 amerikanischen Naturschutzgebieten dürfen wieder Neonicotinoide zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Auch der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ist in diesen Gebieten wieder erlaubt, berichtet der Deutschlandfunk. Der Direktor der zuständigen US-Naturschutzbehörde erklärte die Rücknahme des Verbots damit, dass Zugvögel in den Schutzgebieten ausreichend Futter fänden. Die dortige Landwirtschaft unterstütze das mit dem Anbau verschiedener Ackerfrüchte, aber die gewünschten Produktionsziele würden oft nicht erreicht. Ob Neonicotinoide eingesetzt und GV-Soja oder GV-Mais in den Naturschutzgebieten angebaut werden, soll künftig von Fall zu Fall entschieden werden

Umweltschützer beklagten, die neue Richtlinie bedeute eine schwerwiegende Bedrohung für Bestäuber und andere empfindliche Lebewesen. Das Verbot war 2014 in den USA beschlossen worden und trat vor zwei Jahren in Kraft. Die EU hatte im April dieses Jahres nach Teilverboten den Einsatz von Neonicotinoiden im Freiland komplett verboten.

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