Pflanzenschutz

Zulassungsverfahren soll verbessert werden

Die EU-Kommission zieht Lehren aus der konfliktträchtigen Zulassung von Glyphosat. Zukünftig soll nicht mehr allein die Industrie Studien über mögliche Risiken liefern. Es soll zusätzlich unabhängige Studien geben.

Im Frühjahr will die EU-Kommission neue Regeln für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln vorlegen. Dies kündigte EU-Verbraucherkommissar Vytenis Andriukaitis an. „Wir planen mehr Eigenstudien durch die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa)“, ging Andriukaitis auf Vorwürfe von Glyphosatgegnern ein. Studien seien teuer, weshalb zunächst einmal die Hersteller die Risiken von neuen Pflanzenschutzmitteln untersuchen müssten. Aber in Einzelfällen sollte die Efsa entscheiden, ob zusätzliche Studien notwendig seien und die Behörde sollte Eigenstudien auch selbst durchführen können. Dazu müsste allerdings der Etat der Efsa deutlich aufgestockt werden, betonte der EU-Kommissar.


Weiterhin sollten die Studien der Industrie zum größeren Teil veröffentlicht werden, um das Verfahren der Risikoanalyse transparenter zu machen. In einem Punkt konnte die EU-Kommission nicht auf die Europäische Bürgerinitiative „Stop Glyphosat“ eingehen. Das Pflanzenschutzmittel wurde jetzt mit Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten von der EU-Kommission für weitere fünf Jahre zugelassen. Jetzt hätten einzelnen EU-Mitgliedstaaten immer noch die Möglichkeit, nationale Verbote für Roundup und andere glyphosathaltige Produkte auszusprechen, erklärte Andriukaitis.

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