Pflanzenschutzzulassung

Risikostudien werden einsehbar

Hersteller von Pflanzenschutzmitteln sollen ihre Studien zu Umwelt- und Gesundheitsrisiken frühzeitig veröffentlichen. Das fordert eine Mehrheit im Europaparlament. Eine Minderheit warnt vor Wettbewerbsnachteilen.

Eine Mehrheit im Plenum des Europaparlaments stimmte für eine weitgehende Transparenz bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, GVO und Zusatzstoffen in der Lebensmittelkette. Studien zu Umwelt- und Gesundheitsrisiken sollen gleich ab der Antragstellung für alle einsehbar sein und nicht erst, nachdem die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa) ihr Gutachten abgegeben hat. Berichterstatterin Renate Sommer (CDU) warnt vor Nachteilen für die Hersteller durch eine zu frühe Veröffentlichung der Studien. Denn dadurch würden Industriegeheimnisse öffentlich zugänglich.


Nach der Abstimmungsniederlage im Plenum zog Sommer ihren Namen vom Bericht zurück. Die Verordnung zur Transparenz in der Lebensmittelkette wird nun zwischen Parlament, Ministerrat und EU-Kommission beraten. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hatte den Vorschlag im April vorgelegt, nachdem eine Europäische Bürgerinitiative das Verfahren bei der Zulassung von Glyphosat kritisiert hatte.

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