Polen

Antragsfrist für Dürrehilfen beginnt


Im Westen Polens war es 2019 zum Teil noch trockener als im Vorjahr. Dort hatten die Landwirte wieder hofe Ausfälle.
Foto: MinRol
Im Westen Polens war es 2019 zum Teil noch trockener als im Vorjahr. Dort hatten die Landwirte wieder hofe Ausfälle.

Polnische Landwirte können ab Donnerstag Dürrehilfen beantragen. Die Zahlungen sind gestaffelt von knapp 60 bis 230 €/ha.

Die Warschauer Agentur zur Restrukturierung und Modernisierung der Landwirtschaft (ARiMR) nimmt Anträge auf Dürrehilfen vom 3. Oktober bis zum 31. Oktober entgegen. Die Ausgleichszahlungen sind nach Höhe der Schäden und bei Grünland nach dem Tierbesatz gestaffelt.

  • Einen Betrag von 1.000 PLN/ha (umgerechnet rund 230 €/ha) erhalten Landwirte für Acker- und Grünlandflächen, auf denen Ertragseinbußen von mehr als 70 Prozent eingetreten sind. Auf Grünlandflächen gilt außerdem die Bedingung, dass die Besatzdichte von Rindern, Schafen, Ziegen oder Pferden 0,3 Großvieheinheiten (GVE) pro ha übersteigt.
  • Einen Betrag von 500 PLN/ha (etwa 115 €/ha) gibt es für Schäden auf Acker- und Grünland, die mehr als 30 Prozent, aber weniger als 70 Prozent erreichen. Auf Grünland gilt auch hier die Mindestbesatzdichte von 0,3 GVE(ha.
  • Einen Betrag von 500 PLN/ha (etwa 115 €/ha) gibt es ebenfalls für Schäden auf Grünland, die 70 Prozent übersteigen, wenn aber die Besatzdichte unter 0,3 GVE/ha liegt.
  • Schließlich erhalten Landwirte 250 PLN/ha (umgerechnet knapp 60 €/ha) für Grünland mit Schäden von mehr als 30 Prozent, aber weniger als 70 Prozent, wenn die Besatzdichte unter 0,3 GVE/ha liegt.


Als Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki die Dürrehilfen Ende August angekündigt hatte, rechnete er für 2019 mit Gesamtzahlungen von 1 bis 2 Mrd. PLN. Im vergangenen Dürrejahr 2018 sind in Polen nach Angaben des Agrarministeriums insgesamt 2,15 Mrd. PLN als Dürrehilfen geflossen.

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Dürrehilfe Polen

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