Polen

Schweinepest rückt weiter Richtung Westen


Wie befürchtet breitet sich die Schweinepest in Polen in rasender Geschwindigkeit aus. In den ersten zehn Januartagen sind fast 80 neue Fälle registriert worden – viele davon rund um Warschau.

 

Nach Angaben der Staatlichen Veterinäraufsicht sind in Polen in den ersten zehn Tagen 2018 insgesamt 78 neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen im Land bestätigt worden. Zwei Seuchenherde sind besonders beunruhigend. Mittlerweile häufen sich Fälle in Ermland-Masuren. Fachleute vermuten, dass dort der Virus über die Grenze vom russischen Kaliningrad eingeschleppt wird. Und von dort aus wandert die Schweinepest langsam Richtung Westen. Vorgerückt ist sie bereits bis etwa 100 km östlich von Danzig.

In der Nähe von Warschau sind Anfang 2018 sogar 34 Wildschweine mit ASP gefunden worden, vier davon in den Außenbezirken der polnischen Hauptstadt. Erstmals ist die Schweinepest in der Warschauer Region Mitte November 2017 nachgewiesen worden. Nach wie vor gibt es außerdem wiederholt neue Nachweise an der Ostgrenze Polens zu Weißrussland und zur Ukraine.


Im Gesamtjahr 2017 waren 736 neue Krankheitsfälle an Wildschweinen registriert worden, das waren mehr als das Vierfache der Fälle in den Jahren 2014 bis 2016. Hinzu kamen im vergangenen Jahr 83 Fälle von Schweinepest bei Hausschweinen.

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