Polen

Schweinepest trifft großen Sauenhalter


Die Schweinepest bei Hausschweinen trifft vor allem die Osthälfte Polens.
Karte: OIE
Die Schweinepest bei Hausschweinen trifft vor allem die Osthälfte Polens.

In Polen grassiert die Schweinepest. Vorige Woche hat es einen riesigen Sauenhalter getroffen. Außerdem ist erstmals in der Slowakei Schweinepest aufgetreten.

Allein im Juli meldet die Nationale Veterinärbehörde in Polen bis zum heutigen Montag 20 neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Nutztierbeständen. Betroffen sind alle Größenklassen von weniger als zehn bis zu mehreren tausend Tieren. Vorläufiger Höhepunkt sind ASP-Nachweise am vorigen Donnerstag in einem Betrieb mit 9.435 Schweinen an der Masurischen Seenplatte. Es handelt sich nach einem Bericht im Internetportal farmer.pl um einen spezialisierten Ferkelerzeuger mit etwa 3.000 Muttersauen und entsprechender Ferkelzahl. Die Tötung des Bestandes stelle eine große Herausforderung dar, ergänzt die zuständige Tierärztin in einem Interview mit farmer.pl. Außerdem müssten jetzt alle Mäster, die Ferkel aus dem Betrieb erhalten haben, getestet werden. Die Veterinäre warnen aber auch, dass gerade jetzt zur Erntezeit die Gefahr der Einschleppung von ASP über Getreidetransportfahrzeuge besonders hoch sei.

Allein in der Region um die Masurische Seenplatte waren nach den Berichten der Nationalen Veterinärbehörde in der ersten Monatshälfte Juli drei weitere Schweinehalter von ASP betroffen, ein Bestand davon mit immerhin 1.719 Tieren. Die anderen 15 Fälle, die bisher im Juli gemeldet worden sind, verteilen sich auf die beiden Woiwodschaften Lubelskie an der Ostgrenze Polens und Mazowiekie mit Warschau im Zentrum. In der Region um Warschau hat es ebenfalls zwei Betriebe mit – für polnische Verhältnisse – großen Beständen von einmal 1.324 und einmal 3.347 Tieren getroffen.

Schweinepest erstmals auch in der Slowakei

Außerdem ist nach Angaben der Internationalen Tiergesundheitsorganisation (OIE) in der vorigen Woche erstmals die Afrikanische Schweinepest in der Slowakei aufgetreten. Betroffen ist ein Hausschweinebestand mit vier Tieren im Südosten des Landes an der Grenze zu Ungarn und zur Ukraine.

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