Polnischer Schlachthof

Schadhaftes Rindfleisch gelangte nach Deutschland


Ein polnischer Schlachthof soll Rindfleisch von kranken Tieren in seine Erzeugnisse gemischt haben. Schadhafte Ware soll auch nach Deutschland gelangt sein, informierte die Sprecherin von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis.

Unter Verdacht steht ein Schlachthof in der polnischen Woiwodschaft Masowien. Ein investigativer Journalist hatte sich unter die Arbeiter geschmuggelt. Er beobachtete, dass kranke Rinder dort geschlachtet, zerlegt und deren Fleisch als Lebensmittel in den Verkauf kam. Am Donnerstag wurde das Frühwarnsystem der EU ausgelöst, berichtete die Sprecherin von Andriukaitis. Der Schlachthof wurde inzwischen geschlossen und man sei dabei, die schadhafte Ware zurückzuverfolgen und zu zerstören.

Ein Team der EU-Kommission reise nächste Woche nach Polen. In 13 EU-Mitgliedstaaten wurde Rindfleisch aus dem verdächtigen Schlachthof geliefert, erklärte die Sprecherin. Das seien Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Tschechien, die Slowakei, Schweden, Finnland, Rumänien, Ungarn und die drei baltischen Länder. Nach Angaben der polnischen Veterinärbehörde sollen knapp 10 t beanstandetes Rindfleisch verarbeitet worden sein, von denen ein Drittel in EU-Mitgliedstaaten verkauft wurde.

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