Ein Kartellprozess aus dem Jahr 2014 wird wieder aufgerollt. Zwei Brauereien halten die damals vehängten Strafen für zu hoch.

Der 4. Kartellsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf hat zunächst 20 Sitzungstage angesetzt, um über die Bußgelder des Kartellamts wegen Preisabsprachen gegen Radeberger und Carlsberg zu verhandeln. Am 13. Juni beginnt der Prozess über die Einsprüche der beiden Brauereien, meldet die Lebensmittelzeitung (LZ). Die Oetker-Tochter Radeberger wehrt sich gegen einen Bußgeldbescheid des Kartellamts in Höhe von 160 Mio. Euro aus dem Jahre 2014, für Carlsberg geht es um 62 Mio. Euro. Beide Unternehmen riskieren mit dem Prozess eine Erhöhung der Kartellstrafen.

Anhängig sind weiterhin die Einsprüche der Kölsch Brauereien Erzquel (Zunft), Früh und Gaffel, sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt verhandelt werden. Der Verband Rheinisch-Westfälischer Brauereien hat seinen Einspruch nach LZ-Informationen bereits im vergangenen Jahr zurückgezogen.

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