Preisdruck

Ernährungsindustrie schwächelt im Export


BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff erwartet zunehmenden Druck auf die deutschen Hersteller.
Foto: jst
BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff erwartet zunehmenden Druck auf die deutschen Hersteller.

Die deutsche Ernährungsindustrie verzeichnet für 2018 einen Umsatz exakt auf Vorjahresniveau. Der Export leidet unter zunehmendem Preisdruck.

Mit einem Umsatz in Höhe von 179,6 Mrd. € liegt das Geschäft der Ernährungsindustrie unverändert auf dem Niveau des Jahres 2017, gab der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Christoph Minhoff, heute in Berlin bekannt. Während im Inlandsgeschäft sogar ein leichtes Plus in Höhe von 0,5 Prozent auf 120,1 Mrd. € erzielt werden konnte, sank der Umsatz im Ausland um 1,0 Prozent auf 59,5 Mrd. €.

Als einen Grund dafür nannte Minhoff die über das gesamte Jahr währende Diskussion um den "Brexit". Hinzu gekommen sei als neuer Trend ein zunehmender Preisdruck auf Erzeugnisse der Ernährungsindustrie. In Deutschland habe sich der durchschnittliche Anteil der Haushaltsausgaben für Lebensmittel auf mittlerweile 10,5 Prozent verringert, so der BVE-Hauptgeschäftsführer.  

Als Folge der Wahlen zum EU-Parlament rechnet Minhoff zunächst mit politischem Stillstand, bis personelle Entscheidungen getroffen sind. Bereits seit längerer Zeit sei die EU-Kommission mit verschiedenen Maßnahmen  und Regulierungen im Verzug. Nun seien die Betriebe der Ernährungsindustrie mit noch längeren Wartezeiten konfrontiert, fürchtet Minhoff.

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